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Demotiviert von ...

Aus aktuellem Anlass überlege ich gerade, wie es eigentlich dazu kommt, dass man so demotivierte Phasen hat, wo man nur herumsitzt ein schlechtes Gewissen hat, weil man eigentlich was tun wollte und sollte und es trotzdem irgendwie nicht tut. Hatte ich in letzter Zeit nicht so oft. Was vielleicht auch daran lag, dass ich einen Job hatte. Da ist es mir an den Tagen, wo ich Zeit hatte auch mehr oder weniger gelungen, das zu erledigen, was getan werden musste. Oder was ich eben so tun wollte. Also in erster Linie schreiben und dann emails beantworten, okay aufräumen eher nicht, aber im Großen und Ganzen war immer schön motiviert. Jetzt habe ich ein Monat Leerlauf, d.h. mein alter Job war Ende August aus, der neue beginnt Anfang Oktober. Genug Zeit um mich dem Schreiben zu widmen, oder was es sonst noch so gibt. Aber irgendwie passiert es nicht. Die Zeit vergeht, ich bring nichts weiter. Gestern bin ich irgendwann vorm Fernseher gelandet, hab mir blöde Sendungen angesehen, die mich eigentlich nicht interessierten. Hätt ich mir genauso gut ein Buch nehmen können und was lesen. Nein. Ich war ja der Meinung, dass ich gleich wieder aufstehe und ernsthaft was nützliches tue.

Am Abend hab ich mich dann doch zum Schreiben aufgerafft, ging auch recht flott voran. Ich kam zu dem Schluss, dass ich abends einfach lieber schreibe, wenn es schon dunkel ist. Hängt auch damit zusammen, dass es an meinem Computerplatz tagsüber so heiß ist, dass man nicht so gut denken kann und ich mir gleichzeitig denke: Schau, draußen ist es so schön und du hockst da die Ganze Zeit vorm Computer herum und bringst eh nix weiter.
Aber ich glaube immer noch, dass es zum Teil auch das Fernsehen ist, das mich demotiviert und desinspiriert.
Heute Vormittag hab ich meinen Schreibtisch aufgeräumt. All den Krempel, Kleinpapierzeugs und so weggeschmissen, alles so richtig schön mit Splendid, nassem Fetzen und allem Drum und Dran geputzt. Jetzt fühlt sichs da viel angenehmer an. Aber diese Erkenntnis werde ich meiner Mutter besser verschweigen sonst grinst sie und sagt mir, dass sie mir schon seit 29 Jahren nichts anderes predigt. Hast eh recht, Mama, aber dass ich einmal ein positives Erlebnis mit Ordnung habe, heißt noch lange nicht, dass das jetzt zur Gewohnheit wird.
Soviel zu den Einsichten des heutigen Tages.

1 Kommentar 4.9.08 13:32, kommentieren